China schreit nach Maca und Peru schreit auf

China will alles

In den einschlägigen Maca-Anbaugebieten in Peru, Junin und Ancash, werden seit Monaten Lkws gesichtet, die von Maca-Bauer zu Maca-Bauer fahren und alles kaufen, was nicht niet- und nagelfest ist, von Samen bis Wurzeln. Geld spielt dabei keine Rolle. Den Maca-Bauern wurden von peruanischen Unternehmen bisher rund 9 Nuevos Soles (ca. 2,40€) pro Kilo gezahlt, die Chinesen zahlen bis zu 32 Nuevos Soles (ca. 8,65€), für schwarzes Maca sogar bis zu 70 Nuevos Soles (ca. 19€) pro Kilo. Natürlich wittern die Bauern dabei das große Geschäft und willigen freudig ein. Gezahlt wird in bar. Ohne Rechnung, ohne Namen, ohne Registrierung der Verkäufe. Tonnenweise. Allein in diesem Jahr haben sie bereits 2.000 Tonnen illegal außer Landes geschafft. Neben den hohen Kilopreisen zahlen sie außerdem Schmiergelder wo es nur nötig ist. Der größte Teil geht illegal über die bolivianische Grenze.

Chinesen kaufen Maca in Peru - 2.000 Tonnen wurden allein in diesem Jahr illegal aus Peru gebracht

Seit 2003 ist es per Gesetz verboten, Maca las Rohwaren oder als Samen zu exportieren, um die Verarbeitung im eigenen Land zu behalten und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Außerdem soll so garantiert werden, dass Maca ein peruanisches Produkt bleibt.

Maca-Produkten droht weltweit heftiger Preisanstieg

Maca ist der Exportschlager Perus – jedenfalls seit dem Einsatz des Ex-Präsidenten Fujimori in den 1990er Jahren, als er Maca in einem TV-Auftritt bei einem Staatsbesuch in Japan präsentierte. Seitdem stiegen die Exportzahlen stetig und haben bis heute nicht den Wendepunkt erreicht. Ganz im Gegenteil, denn seit einer im Jahr 2000 in China erschienen Studie an Ratten, die aufzeigt, dass die Verabreichung von Maca zu 3-4 mal so vielen Orgasmen führte als bei ihren Artgenossen, die nicht in den Genuss von Maca gekommen sind, steigt die weltweite Nachfrage, vor allem unter den Aphrodisiaken-besessenen Asiaten. Der Preis von Maca-Rohware ist bereits dramatisch gestiegen und wird sich bald auf die Verkaufspreise niederschlagen.

Maca-Anbau bald in chinesischer Hand?

Die großzügigen Einkäufe der Asiaten sehen auf den ersten Blick gönnerhaft aus, aber der Schein trügt. Die Kommission der peruanischen Außenhandelskammer ist alarmiert und beginnt eine Aufklärungskampagne unter den Maca-Bauern. Woran sie nicht denken: die Bauern begeben sich voll und ganz in die Hände der Chinesen. Sind sie einmal in ihren Fängen und ist der Maca-Markt in Peru einmal in chinesischer Hand, werden sie die Preise rapide senken. Dann werden sie sich gezwungen sehen, ihren Gönnern bald ihr wertvolles Maca zu Dumping-Preisen überlassen zu müssen.

Maca made in China

Es gibt heute schon zwischen 10.000 und 15.000 Hektar Maca-Anbauflächen in China. In Peru stehen nur etwa 5.000 Hektar zur Verfügung. Sie haben es also geschafft, Maca-Samen in solchen Mengen nach China zu bringen, dass sie bereits eigenen Anbau in großem Stile betreiben können. Es ist fraglich, ob diese alle in den einzuhaltenden Höhenlagen zwischen 3.800m und 4.500m liegen. Maca bildet in niedrigeren Gefilden keinesfalls die gleichen Eigenschaften aus und ist praktisch völlig wertlos. Die Gefahr besteht außerdem in einer Überflutung des Marktes mit Billig-Maca-Produkten ohne den einzigartigen kraftvollen Eigenschaften, die die Inkas vor hunderten von Jahren bereits zu schätzen wussten.

Das peruanische Kulturgut Maca in Gefahr

Mit der Maca-Pflanze geht mehr als nur ein Exportgut. Jahrzehntelang kämpften die Peruaner um die Anerkennung ihrer Pflanze als weltweit einzigartig. 1961 veröffentlichte Dr. Gloria Chacón ihre Pionierarbeit über Maca, in der sie die stimulierende Wirkung auf die Fortpflanzungsorgane von Maca in Ratten nachwies. 1990 gelang es ihr zu beweisen, dass die Maca-Pflanze nichts mit der sehr ähnlich aussehenden Pflanze aus Bolivien gemein hatte, die der deutsche Botaniker Walpers 1843 als Maca bestimmte. Die Heimat von Maca wurde bestätigt: Peru. Und die Peruaner sind stolz auf ihr Maca. Eine Anfrage aus den USA, die Exklusivrechte an der Maca-Ernte zu erhalten, wurde ohne lange zu überlegen abgelehnt.

Seitdem sind eine Reihe von Wissenschaftlern mit der Erforschung der einzigartigen Kräfte der Maca-Wurzel beschäftigt, darunter Dr. Gustavo über die Wirkungen der Maca-Pflanze bei Männern, Prof. Dr. Meissner über die Wirkungen bei Frauen in der Menopause, Dr. Chacón in Bezug auf Kinder und Dr. Obregón auf die Fruchtbarkeit, die bereits zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen sind.

Die Preisfrage

Der Marktpreis von Maca ist bereits in utopische Höhen geschnellt. Die meisten Maca-Anbieter in Europa verkaufen noch Ware zum regulären Einkaufspreis von der letzten Ernte. Aber wie lange können sie ihre Preise noch wahren? Wer in diesem Jahr Maca kaufen muss, um seinen Bedarf zu befriedigen wird für die kommenden Verkäufe bereits erheblich höhere Preise kalkulieren müssen. Mit Sicherheit werden auch die Anbauflächen in Peru zunehmen. Vor der nächsten Ernte im kommenden Jahr wird jedoch keine Preissenkung zu erwarten sein.

 

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