Guaraná oder Kaffee?

Das natürliche Aufputschmittel enthält nicht nur Koffein, sondern ist auch gut für die Gesundheit

Guaraná besteht zu 25% aus Gerbstoffen. Diese sorgen dafür dass das Koffein im Körper langsamer abgebaut wird als beim Kaffee. Deshalb hält der Energieschub durch Guaraná länger an als nach einer Tasse Kaffee.

Guaraná (Paullinia cupana) stammt aus dem Amazonasgebiet und wird hauptsächlich in Brasilien angebaut, aber auch in den anderen Ländern, die sich das Amazonasgebiet teilen. Den Amazonasbewohnern ist Guaraná bereits seit Jahrhunderten bekannt und wird dort gern zu einer erfrischenden und belebenden Limonade verarbeitet, die sie gern am Nachmittag in der feucht-heißen Luft trinken, um sich für die weitere Arbeit zu stärken. Genauso wie wir unseren Kaffee am Nachmittag für einen neuen Energieschub in der zweiten Tageshälfte trinken.

Guaraná – mehr als nur Koffein

Die roten Guaraná-Früchte enthalten bittere Kerne, in denen das Koffein steckt. Das in Guaraná enthaltene Koffein ist an Gerbstoffe gebunden, die vom Körper erst abgebaut werden müssen. Das führt dazu, dass das in Guaraná enthaltene Koffein langsamer freigesetzt wird und damit eine langanhaltendere Wirkung zeigt. Guaraná enthält neben dem Koffein eine ganze Reihe wertvoller Inhaltsstoffe wie Tannine, Proanthocyanidine, Theophyllin, Theobromin, Catechin, Epicatechin, Saponine, Stärke, Mineralstoffe und Wasser. Diese wertvollen Stoffe haben einen sehr hohen antioxidativen Wert für uns.

Die Gerbstoffe in Guaraná wie Tannine haben antimikrobielle Eigenschaften, die bei Magen- und Darmentzündungen, leichten Durchfällen, Entzündungen im Mund und Rachenraum, als blutstillendes Mittel, zur schnellen Wundheilung eingesetzt werden. Auch Catechine sind natürliche Gerbstoffe, die wegen ihres hohen antioxidativen Potenzials besondere Bedeutung haben.

Theophyllin wird u.a. therapeutisch gegen Bronchialasthma und andere Bronchialerkrankungen eingesetzt. Ferner wirkt sich Theophyllin positiv auf die Leistung des Herzens aus. Theobromin hat eine dem Koffein ähnliche anregende Wirkung.

Saponine werden u. a. stärkende, entzündungshemmende, harntreibende, schleimtreibende/schleimlösende und hormonstimulierende Eigenschaften nachgesagt. Sie unterstützen die Aufnahme anderer Inhaltsstoffe aus dem Darm und binden Cholesterin. Man vermutet auch eine präventive Wirkung der Saponine gegen Darmkrebs durch eine hemmende Wirkung auf die Zellteilung im Darm.

Wirkungen von Guaraná

Im Allgemeinen soll Guaraná leicht fiebersenkend wirken und bei körperlicher Anstrengung das Durchhaltevermögen stärken. Guaraná hat ähnlich wie Kaffee eine anregende Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. Außerdem dämpft es Hunger- und Durstgefühle, was jedoch die Gefahr einer Dehydratation bei Sportlern erhöht.

Nebenwirkungen von Guaraná

Genau wie man es vom Kaffee kennt, können auch bei einem übermäßigen Genuss von Guaraná Nebenwirkungen wie etwa erhöhte Reizbarkeit, Schlafstörungen, Tachykardie, Kopfschmerzen, Zittern oder Muskelschmerzen auftreten. Nach dauerhafter Einnahme kann es zu körperlichen Entzugserscheinungen kommen. Menschen mit Bluthochdruck und chronischen Kopfschmerzen sowie Schwangere und Frauen in der Stillzeit sollten deshalb auf Guaraná, Kaffee oder andere koffeinhaltige Lebensmittel verzichten. Als Überdosierung gilt die Einnahme von 20g Guaranápulver in einer relativ kurzen Zeit, bei Kaffee sind dies 7-10 Tassen. Trinken Sie deshalb immer ausreichend Wasser dazu!

 

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