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Alkaloide Katzenkralle(Uncaria tomentosa) ist reich an Alkaloiden. Alkaloide sind pflanzliche Stoffe, die eine starke pharmakologische Wirkung auf den Organismus haben und schon in kleinen Mengen viel bewirken können. Gleichzeitig sind die meisten davon Derivate von Aminosäuren. Oxindolalkaloide Aus der Wurzelrinde von Katzenkralle (Uncaria tomentosa) konnten bis zu 2-3% Oxindolalkaloide isoliert werden. Sie enthält jedoch pentazyklische Oxindolalkaloide (POA) und tetrazyklische Oxindolalkaloide (TOA):
Dem aktivsten Alkaloid, Isopteridin, wird die Stimulanz des Immunsystems nachgesagt. Andere Alkaloide helfen Viren, Bakterien, Krebszellen, Toxinen und die übermäßige Bildung weißer Blutkörperchen zu bekämpfen oder die Anhäufung von Blutplättchen zu hemmen, was der Entstehung von Thrombosen entgegenwirkt. Chemotypen Die penta- und tetrazyklischen Oxindolalkaloide sind jedoch nicht in jeder Pflanze gleichmäßig verteilt. Katzenkralle (Uncaria tomentosa) bildet natürlicherweise zwei verschiedene Chemotypen aus, wie die chemischen Modifikationen genannt werden:
Der pentazyklische Chemotyp enthält 6 pentazyklische Oxindolalkaloide: Pteropodin, Isopteropodin, Speciophyllin, Uncarin F, Mitraphyllin, Isomitraphyllin. Der tetrazyklische Chemotyp enthält 4 tetrazyklische Oxindolalkaloide: u.a. Rhnchophyllin, Isorhynchophyllin. Untersuchungen mit 200 Pflanzen und einem anschließenden Screening von 600 Pflanzen ergaben, dass die meisten Pflanzen einen hohen Anteil an POA vermischt mit kleineren Anteilen von TOA haben. Nur ganz wenige Pflanzen enthielten ausschließlich TOA und ca. ein Viertel der Pflanzen bilden beide Alkaloidtypen aus, bei denen mengenmäßig jedoch die TOA überwiegen. Das Unglaublichste daran ist, dass die Asháninka-Indianer ganz ohne chemische Messmethoden seit jeher nur die wertvollen Pflanzen des pentazyklischen Chemotyps sammelten und verwendeten. Keplinger isolierte damals mit seinem Forschungsteam sechs verschiedene Alkaloide. Vier davon, Isopteropodin, Pteropodin, Isomitraphyllin und Isorynchophyllin, konnten durch Laborversuche bestätigt werden und es konnte nachgewiesen werden, dass sie die Fähigkeit bestimmter weißer Blutkörperchen (Granulozyten und Makrophagen) steigern, Phagozytose zu betreiben, ein Prozess bei dem extrazelluläre, feste Partikel, die eine potenziell schädliche Wirkung auf den Mikroorganismus haben, durch Zellen aufgenommen werden. Die übrigen zwei Alkaloide sind Mitraphyllin und Rynchophyllin, die keinerlei stimulierende Wirkung für die Phagozytose zeigten. Rynchophyllin hat dafür andere Wirkungen. Es wurde auch in anderen Uncaria-Arten in Asien gefunden und vom Shanghai College of Traditional Chinese Medicine näher untersucht. Die chinesischen Forschungsergebnisse haben ergeben, dass dieses Alkaloid die Fähigkeit hat, die Anhäufung von Blutplättchen zu hemmen, die verantwortlich für die Entstehung von Thrombosen sind. Das unterstützt die Annahme, dass das Rynchophyllin Schlaganfälle vorbeugen kann und durch seine blutdrucksenkende Wirkung das Herzinfarktrisiko senkt, das Herz-Kreislauf-System anregt und damit Ablagerungen an Arterienwänden sowie die Entstehung von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen im Gehirn, im Herz und in den Arterien hemmt.
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